Südschwarzwald

wo man noch die Stille genießen kann

Wer Abwechslung mag, wird den Süden lieben. Der Südschwarzwald ist sicher eine der schönsten Wanderregionen in Deutschland. Nirgendwo liegen liebliche Täler, in denen guter Wein wächst, und raue Höhen, auf denen sich im Winter der Schnee türmt, so nah beieinander. Mit einer langen – allerdings anstrengenden – Wanderung kann man beide Landschaftsformen an einem Tag erleben. Im Süden erreicht der Schwarzwald seine höchsten Höhen. Feldberg, Belchen, Kandel und Schauinsland sind markante, beinahe alpine Berge, die weite Aussichten, eine karge Weidelandschaft und charmante Wildheit bieten. Zu ihnen zieht es in allen Jahreszeiten begeisterte Wanderer, die hier Natur pur, Erholung und die so oft vermisste Stille genießen.

In den Tälern findet man eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft aus bunten Wiesen und saftigen Weiden. Mitten drin stehen alte Schwarzwaldhöfe mit ihren beeindruckenden Walmdächern, die sich in die Talmulden ducken. Diese einmaligen Bauten künden noch heute vom harten Leben früherer Generationen in einer Bergwelt, die den Menschen nichts schenkt.

Der Südschwarzwald hat viele Gesichter:
Das schon früh industriell wichtig gewordene Wiesental (benannt nach dem Fluss Wiese) reicht vom Feldberg bis hinunter nach Basel – eine großartige Landschaft mit überraschenden Aussichten. Der Hotzenwald ganz im Süden gilt als Sonnenterrasse und gleichzeitig als fast abweisendes Höhengebiet. Lange galt die Gegend als „Armenhaus“, in der die Natur wild und unnahbar, dafür aber umso beeindruckender geblieben ist. In den weiten Höhenlagen um die höchste Erhebung, den fast 1500 m hohen Feldberg, gibt es dunkle Wälder, abgelegene Täler mit stolzen Höfen und versteckten Moorgebieten. Dazwischen blinzeln bekannte Seen (Schluchsee, Titisee) und schmucke Touristenorte – eine Wanderregion par excellence. Nach Osten hin liegen die kalten Hochtäler, die ihre Bäche zur Donau schicken. Dunkle Nadelwälder bedecken dort die Bergrücken, während weite Wiesenlandschaften die Talgründe einnehmen. Den steilen, bis zu 1 000 m hohen Westabfall zur Rheinebene hin, überziehen schließlich schöne Wälder, in denen man sich im Sommer auf einsamen Wegen der Hitze der Ebene entziehen kann.

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