Nordschwarzwald

bäume soweit das auge reicht

„Wer durch Schwaben reist, der sollte nie vergessen, auch ein wenig in den Schwarzwald hineinzuschauen, nicht der Bäume wegen, obwohl man nicht überall solch unermessliche Mengen herrlich aufgeschossener Tannen findet...“ So beginnt Wilhelm Hauff sein Märchen über Holz, Reichtum, Geiz und Lebensfreude: „Das kalte Herz“. Die Moral der Geschichte: „Es ist doch besser, zufrieden zu sein mit Wenigem, als Geld und Güter zu haben und ein kaltes Herz“, so der Schriftsteller aus dem 19. Jahrhundert, der die Bewohner dieser Gegend von ihrer menschlichen Seite zeigt. Im Unterschied zum mittleren und südlichen Bereich ist der Nordschwarzwald schon immer stark von ausgedehnten Wäldern geprägt gewesen. Sie sind wesentlicher Teil seines urigen Charakters. Grund dafür ist meist der nährstoffarme Buntsandstein, der sich nicht für eine ausgedehnte Landwirtschaft eignet, und die steilen Hänge, in die sich die nach Norden strömenden Flüsse wie Murg, Enz und Nagold tief eingegraben haben. Holz, mit allen seinen Nebenprodukten, war über Jahrhunderte das Haupterzeugnis. Die mächtigen Tannen wurden zu gewaltigen Flößen zusammengebunden – ganze Wälder gingen so auf Reisen, bis nach Holland flößten die Schwarzwälder ihre riesigen Stämme. So kam der Wohlstand in das Waldgebirge.

Heute sind Industrie und Tourismus die Haupterwerbsquellen. Zahlreiche Thermalbäder wie Bad Wildbad, Bad Teinach u. a. laden zum Kuren und Erholen ein, eine vorzügliche Gastronomie zum Verweilen und Genießen. Am Kupferhammer in Pforzheim, dem nördlichsten Punkt des Schwarzwaldes, starten die drei großen, vom Schwarzwaldverein vor über 100 Jahren ausgewiesenen Fernwege (West-, Mittel-, Ostweg) nach Süden zum Hochrhein. Sie führen zunächst an den Flüssen entlang und steigen so, wie sich das Gebirge hebt, fast auf 1 000 m über Meereshöhe. Auf unseren Wanderungen begegnen wir zahlreichen Karseen, den Zeugen der Eiszeiten. Diese blauen „Augen“ hat der Naturpark Mitte/Nord, zu dem das ganze Gebiet gehört, in sein Logo aufgenommen. Am bekanntesten ist wohl der sagenumwobene Mummelsee, am Fuße des höchsten Berges gelegen, der Hornisgrinde (1164 m). Viele Bergrücken, auch Grinden genannt, über Jahrhunderte beweidet, geben einen sagenhaften Blick in die Ferne frei. Zudem hat der Jahrhundert-Sturm Lothar 1999 gewaltige Lücken in die Wälder geschlagen. Viele unerwartete Ausblicke sind so entstanden.

Weiteres:

Sonderveranstaltungen

Wein & Schokolade

Genießen Sie besondere Geschmackserlebnisse mit ausgesuchten Spitzenweinen und handgeschöpften Schokoladen der Confiserie Gmeiner.

Kulturveranstaltungen

Summerland, Open-Air-Musik

Ab 18.00 Uhr Kinderprogramm, ab 20.00 Uhr regionale Musik mit Bewirtung

04.08.2010, 18.00

Wanderungen

Wo der Nordschwarzwald am weitesten blicken läßt

zum Höchsten des Nordschwarzwalds

01.08.2010

Rund um den Kapfenberg

Panoramawanderung rund um den Kapfenberg

01.08.2010